Spielregeln & Hintergrund
Bau von Betrieben
Betriebe (oft auch Fabriken genannt, obwohl sie nicht zwingend industriell sein müssen), spielen in der Economy Simulation eine zentrale Rolle. Sie sind es, die die Waren produzieren, mit denen dann gehandelt werden kann.
Wer einen neuen Betrieb aufbauen möchte, sollte sich zunächst klar werden, was er denn überhaupt produzieren will. Neben dem Fabriktyp spielt für den Bau allerdings auch eine Rolle, wie groß der Betrieb sein soll und welche Qualität die Ausstattung hat:
- Größe: Bestimmt, wie viele Arbeiter beschäftigt werden können und damit, welche Mengen täglich produziert werden.
- Ausstattung (Qualität): Gibt vor, welche Qualität die in diesem Betrieb produzierten Waren maximal haben können.
Größe und maximale Qualität beeinflussen natürlich den Baupreis extrem. Dabei gilt zwischen Qualität und Preis ein linearer Zusammenhang (doppelte max. Qualität führt zu doppeltem Preis), zwischen Größe und Preis allerdings ein exponentieller (vereinfacht: bei einer Größenstufe mehr kostet das Ganze deutlich mehr).
Das virtuelle Volk
Ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts ist die Erkenntnis, dass die Spieler nur in sehr eingeschränktem Maß als Endverbraucher taugen. Sie werden niemals täglich eine solche Menge an Alltagsgegenständen kaufen, dass damit die Wirtschaft funktionieren könnte.
Daher spielt das virtuelle Volk die entscheidende Rolle, um die Wirtschaft durch Käufe in Gang zu halten. Das Geld, das es dazu benötigt, erhält es (simuliert) aus den Bau- und Produktionskosten, die den Spielern entstehen.
Das virtuelle Volk kauft jeden Tag einmal ein (beim ersten Systemzugriff des Tages). Dabei achtet es auf das Verhältnis Preis/Qualität. Gekauft wird immer die günstigste angebotene Ware, solange sie einen Richtpreis nicht allzu weit übersteigt. Je lebenswichtiger (höhere Priorität) eine Ware ist, desto höher ist die Preistoleranz.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum produziert meine Fabrik nichts?
- Keine Arbeiter: Gehe auf "Fabrik verwalten" und stelle Arbeiter ein.
- Zu wenig Arbeiter: Bei sehr kleinen Betrieben kann eine geringe Arbeiterzahl dazu führen, dass die berechneten Produktionsschritte auf 0 abgerundet werden.
- Zu wenig Geld: Jeder Produktionsschritt kostet Geld (Löhne/Betriebskosten). Ist nicht genug Geld vorhanden, stoppt die Produktion.
- Zustand 0%: Wenn eine Fabrik nicht repariert wird, fällt der Zustand auf 0% und die Produktion stoppt.
Wie wirkt sich die Größe meiner Belegschaft auf die Kosten aus?
Die Anzahl wirkt sich direkt auf die Auslastung aus. Eine nicht voll ausgelastete Fabrik produziert weniger, verursacht aber auch weniger laufende Kosten. Produktionskosten entstehen nur für tatsächlich durchgeführte Produktionsschritte.
Dies ermöglicht es, die Produktion bei vollem Lager oder Geldmangel zu drosseln, indem man Arbeiter entlässt (oder die Zahl reduziert).
Kann eine gut ausgebaute Fabrik auch minderwertige Waren verarbeiten?
Ja. Allerdings hat das Endprodukt dann nicht die maximal mögliche Qualitätsstufe der Fabrik, sondern wird durch die Qualität der Rohstoffe begrenzt (Flaschenhals-Prinzip).
Beispiel: Eine Möbelfabrik (Q7) verarbeitet Holz (Q3). Die produzierten Möbel haben maximal Qualität 3.